Mehr als 900 Unterschrift +Aktualisiert+

Initiative „Lebenswertes Laer ohne Lkw-Durchfahrtverkehr“ freut sich über breite Unterstützung

Laer. Weniger Lkw für mehr Sicherheit im Ortskern von Laer: Jede Unterstützerin und jeder Unterstützer leistet einen Beitrag für dieses Ziel. Die Menschen im Ewaldidorf warten bereits seit vielen Jahren auf Entlastung vom durchfahrenden Schwerlastverkehr auf der L 555: Die Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ sammelt seit einigen Wochen Unterschriften, um den durchfließenden Lkw-Verkehrsstrom im Ortskern zu stoppen.

„Aktuell haben mehr als 900 Bürger*innen unterschrieben. Auch für die Unterstützung des Antrags durch die Fraktionen von CDU, SPD und FDP in der Sitzung des Bau- und Umweltschusses vom 23. August 2021 bedanken wir uns ausdrücklich.“

Ratsfraktion B90/Die Grünen für Laer und Holthausen

Für mehr Lebensqualität im Dorf

„Ein Lkw-Durchfahrverbot würde auf jeden Fall für mehr Lebensqualität im Dorf sorgen. Und eine verbindliche Regelung wird langfristig mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen“, betont Hubert Bröker, Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat. Für den Vermessungsingenieur liegt das wie für die vom Grünen Ortsverband gegründete Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ auf der Hand. Grüne und Initiative fordern jetzt ein Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr, ausschließlich Ziel- und Quellverkehr. Sie wollen verbindlich festlegt wissen, dass durchfahrende Lkw aus und in Richtung Darfeld künftig ausschließlich die vorhandene Ausweichstrecke über Horstmar nutzen. Außerdem soll innerhalb der geschlossenen Ortschaft von Laer eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden.

Ratsantrag ist auf dem Weg gebracht

Die Grüne Ratsfraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht. Eine überörtliche Ableitung des durchfahrenden Schwerlastverkehres sei unproblematisch über die Landesstraßen L 579 und L 580 über Horstmar nach Darfeld möglich. Die genannten Nachbarkommunen wären dadurch nur unwesentlich betroffen, da die alternative Route fast ausschließlich über eine Strecke im Außenbereich führt.

Unhaltbare Zustände beenden

Die Laerer Ortsdurchfahrt ist aktuell wegen der engen Straßenquerschnitte von maximal fünf bis sechs Metern und der engen Kurvenbereiche auf einer Länge von ca. 350 Metern für den durchfahrenden Schwerlastverkehr schlicht nicht geeignet. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Fahrzeugbegegnungen. Nicht selten nutzen Fahrzeuge mangels ausreichender Straßenbreite den Bürgersteig, um einander auszuweichen. Da in einigen Bereichen der Gehweg sehr schmal ist und die Gebäude unmittelbar angrenzen, entstehen dort unhaltbare Zustände, gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer:innen. Fahrradfahrer:innen bleibt bei der Ortsdurchfahrt oft nichts anderes übrig, als verkehrswidrig über Bürgersteige zu fahren. Fußgänger:innen sind im Bereich der sehr engen Gehwege häufig Gefahrensituationen ausgesetzt. Davor schützen auch die vorhandenen Überwege und Querungshilfen nur unzureichend.

Kinder müssen Straße täglich überqueren

Besonders zu den Zeiten von Berufs- und Schulverkehr spitzt sich die Lage zu. Grundschüler:innen und zahlreiche Kinder der sechs Kindergärten bzw. Kindertagesstätten müssen die Ortsdurchfahrt beinahe täglich überqueren. Zudem ist die zentrale Bushaltestelle mit dem größten Fahrgastein- und -ausstieg in diesem Straßenabschnitt gelegen.

„Seit Beginn der Bauarbeiten an der Darfelder Straße und der Tempo-30-Pflicht auf der Hohen Straße ist es deutlich ruhiger und lebenswerter geworden. Wir möchten, dass es so bleibt“, erklärt Dr. Silke May-Landgrebe vom Sprecherteam des Ortsverbandes B90/Die Grünen Laer und Holthausen. Alle Bürger:innen, die diese Initiative befürworten, können das in vielen Geschäften und am Freitag und Samstag vor dem Edeka-Markt unterschreiben.

Hier geht es zur Online-Petition

Vertreter:innen der Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt“ treffen sich zum Auftakt der Unterschriften-Aktion
Zum Auftakt der Unterschriftensammlung trafen sich einige Vertreter:innen der Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt“ am Montag an der baustellenbedingten Absperrung auf der Darfelder Straße. Erste Unterschriften konnten dabei bereits eingesammelt werden. Foto: OV Laer

3 Kommentare

  1. Maik Schültingkemper

    Ich wohne in einer Spielstraße und da fahren alle zu schnell, da die breite Straße zum schnellen fahren einlädt!
    Da ich meine Kinder auf dem Schulweg gefährdet sehe!

    Antworten

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